[Blogtour Tag 2] ~ Pannen, Pech und Paul ~ von Susanne Friedrich


Herzlich willkommen zum zweiten Tag der Blogtour zu dem Buch "Pannen, Pech und Paul" von Susanne Friedrich. 

Am ersten Tag hat Dir Alex auf http://richteronweb.de/ das Buch und die Autorin vorgestellt und nun geht es heute bei mir weiter. Ich berichte heute im Rahmen der Blogtour über das Thema "Jugendwahn".

Wie sich die Zeit verändert - für die Menschen, war es noch nie so schwer erwachsen zu werden, wie heute.

Irgendwie kommen viele Menschen aus der Pubertät nicht mehr heraus, so richtig erwachsen wollen viele heute einfach nicht mehr sein.  Es werden weiterhin Röhrenjeans oder kurze Lederjacken getragen, sich betrunken weit über die Grenzen hinaus.

Während es früher üblich war, dass Frauen sich, sobald sie ein gewisses Alter erreicht hatten, eher konservativ und hochgeschlossen kleideten, ist es heute spielend möglich, sich auch bis ins hohe Alter jugendlich anzuziehen.

Und viele Frauen tun das auch.  Mit großer Selbstverständlichkeit tragen sie Kleidung, zu der man früher gesagt hätte, sie sei "dem Alter nicht angemessen": bauchfreie Oberteile, Glitzer-Jeans und Miniröcke oder Leggings in Knallfarben und ausgefallenen Mustern.
Dank des medizinischen Fortschritts und besserer Lebensbedingungen sind Fünfzig- und Sechzigjährige heute in der Regel zwar gesünder als frühere Generationen und sehen auch jünger aus als ihre Eltern im gleichen Alter. Die Zeichen des Verfalls sollen nicht öffentlich zur Schau gestellt, sondern verschwiegen, kaschiert oder korrigiert werden. Ein ungeschriebenes, aber nicht minder wirksames Gesetz verlangt, dem Vergleich mit der Jugend so lange als möglich standzuhalten. Erfolgreiche Schönheitsoperationen verwandeln den alternden Körper zwar nicht in einen jungen, doch zumindest in einen, der jünger aussieht, als er in Wahrheit ist. 

Schon in der Antike versuchten die wohlhabenden Schichten der Bevölkerung, das Altern zu verzögern: In Griechenland setzen sie auf Sport, Athletik und auf die Lehren des Hippokrates, der zu einer maßvollen Lebensweise riet, um möglichst lange gesund zu bleiben. In Rom galten Olivenöl, Bienenwachs und diverse Bäder als probates Mittel zum Erhalt jugendlicher Frische. Im Mittelalter und in der Renaissance griffen die aufkommenden Gesundheitsschriften die antiken Lehren wieder auf und verbanden sie mit naturheilkundlichen Verfahren. 

Bis heute werden Frauen in erster Linie über ihren Körper definiert. Nach dem landläufigen Begriff von Attraktivität haben sie schlank, zart, grazil und anmutig zu sein. Eigenschaften, die vornehmlich junge Menschen aufweisen. Wenn die Attribute der Jugend verblassen, wächst unter Frauen die Furcht, sie könnten ihre Anziehungskraft verlieren. Eine Angst, die nicht unbegründet ist und die sich tief ins kollektive Bewusstsein gegraben hat. Um das Schreckgespenst der "hässlichen Alten" zu bannen, versuchen viele Frauen, ästhetische Normen so lange als möglich zu erfüllen.

Frauen, die in jüngeren Jahren wegen ihres Aussehens bewundert und bevorzugt wurden, fällt das Altern besonders schwer. Sie müssen akzeptieren, dass sie keine Blicke mehr auf sich ziehen und in der Masse untergehen, aus der sie einst hervorstachen. Manche erleben die fehlende Beachtung als ebenso schmerzhaft wie eine Scheidung oder den Verlust des Arbeitsplatzes und schlittern in eine Depression, die sie nur mit fachlicher Hilfe überwinden. Andere versuchen, die gewohnte Aufmerksamkeit um jeden Preis zurückzugewinnen und verwandeln sich dabei in Karikaturen ihrer selbst: Mittsechzigerinnen, die sich die Haare tizianrot färben, die Lippen zu grell schminken, Miniröcke und bauchfreie Tops tragen oder die Füße trotz fortgeschrittener Arthrose in spitze Schuhe zwängen.

Doch nicht nur unter Frauen treibt der Jugendwahn mitunter bizarre Blüten. Etliche Männer jenseits der Sechzig färben sich – manche mehr schlecht als recht – ebenfalls die Haare oder pressen sich in enge Jeans, wenngleich der Bauch sich über dem Hosenbund wölbt. Jugend ist mehr als ein faltenfreies Gesicht.
So brechen Rentner zu waghalsigen Touren auf Skatern, Mountainbikes oder an Kletterwänden auf. Andere wollen den jüngeren Tennispartner um jeden Preis besiegen oder nehmen trotz Herzerkrankung an Marathonläufen teil. Wieder andere treten im Fitnessstudio wie besessen in die Pedale des Ergometers oder quälen sich an Kraftmaschinen, bis die Gelenke schmerzen.

Auch Männer altern und verlieren dabei nicht nur Haare oder Zähne, sondern auch die Jugend und mit ihr die Schönheit, die bis heute untrennbar mit glatter, straffer Haut, mit Frische und Elan verbunden ist – und auf keinem Fitnessgerät der Welt zurückerobert werden kann. Die Trauer über schwindende Attraktivität gestehen Männer sich vornehmlich in der Literatur ein. Im realen Leben ist die Mehrheit von ihnen mit nützlicheren Dingen beschäftigt: Beruf und Karriere, Macht und Status haben für Männer bislang eine ungleich höhere Bedeutung als der Kampf um ewige Jugend. 


In dem Buch stecken Sandra und Paul auch total im Jugendwahn, wie sich das deutlich macht und ob sie dem stand halten können, musst Du leider selber lesen. ;)

Hat Dich das Buch bis jetzt neugierig gemacht? Dann schau morgen wieder bei der Blogtour vorbei. Unsere nächste Station ist bei Christiane und sie stellt Dir das Thema "Klischees" vor. Bevor Du jetzt verschwindest, kannst Du noch an unserem Gewinnspiel teilnehmen, natürlich wenn Du Lust hast. Lies Dir bitte die Teilnahmebedingungen und die Aufgabe durch. 

Gewinne:

5 x 1 E-Book von Monstertörtchen: Eine Bruchlandung in Berlin



Teilnahmebedingungen:
  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. 
  • Das Gewinnspiel endet am 14.4.2017 um 23:59 Uhr.

Deine Aufgabe:

Beantworte bitte als Kommentar:
Steckst Du auch im Jugendwahn oder kennst Du jemanden, der so lebt?

Blogtourfahrplan:
  • 10.4. Susanne Friedrich und ihr Buch "Pannen, Pech und Paul" bei Alex 
  • 11.4. Jugendwahn bei hier bei mir =)
  • 12.4. Klischees bei Christiane
  • 13.4. Hochzeitspläne bei Katja 
  • 14.4. Schriftstellerei bei Stefanie 
  • 15.4. Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Quelle:
http://www.stern.de/familie/kinder/jugendwahn-bis-ins-hohe-alter--erwachsen-will-niemand-mehr-sein-3234980.html
http://www.deutschlandfunk.de/altern-und-jugendwahn.1184.de.html?dram:article_id=223130

Kommentare :

  1. Hallo
    toller Start :)
    Nein ich bin nichtmehr im Jugendwahn und ich kenne leider auch niemanden :D
    lg
    Alena

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  2. Hallo und guten Tag,

    Danke für den heutigen Beitrag. Nee ...ich weiß, dass ich keine 25 Jahre mehr bin und deshalb auch nicht mehr im Jugendwahn und kenne ich keinen...sorry ..

    LG..Karin..

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